Faktoren, die die Kosten von Kunststoffformen für die Automobilindustrie beeinflussen
Die Kosten für Kunststoffformen für die Automobilindustrie werden von vielen Faktoren beeinflusst, unter anderem von der Komplexität der Form, den Produktionskosten und letztlich dem Endpreis.
Faktoren für das Formendesign:
Komplexität: Formen mit komplizierten Designs, einzigartigen Formen und engen Toleranzen stellen größere Herausforderungen für das Design dar und erfordern mehr Zeit und Ressourcen für Konstruktion und Simulation.
Innovation: Innovative Formendesigns mit neuartigen Strukturen, Prozessen oder Technologien erhöhen die Forschungs- und Entwicklungskosten und treiben den Gesamtpreis in die Höhe.
Wesentliche Faktoren:
Stahlsorte: Die Stahlsorte hat erhebliche Auswirkungen auf Leistung und Kosten. Gängige Formenstähle wie P20 und 718 sind relativ erschwinglich, während Hochleistungsoptionen wie S136 eine überlegene Verschleißfestigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Polierbarkeit bieten, aber einen Aufpreis haben. Für Automobilanwendungen, die eine außergewöhnliche Oberflächenqualität und Langlebigkeit erfordern, sind oft Premiumstähle erforderlich.
Stahlmenge: Die Größe und das Gewicht der Form bestimmen den erforderlichen Stahl. Größere Kunststoffformen für die Automobilindustrie verbrauchen mehr Stahl, was die Materialkosten direkt erhöht.
Faktoren des Herstellungsprozesses:
Präzisionsbearbeitung: Um eine hohe Präzision zu erreichen, sind moderne Bearbeitungsgeräte, erfahrene Bediener und Techniken wie CNC-Bearbeitung und Funkenerosion erforderlich. Diese Verfahren verbessern die Formgenauigkeit, erhöhen aber auch die Kosten. Für kritische Automobilkomponenten mit engen Maßtoleranzen ist Präzisionsbearbeitung unerlässlich.
Oberflächenveredelung: Um die Verschleißfestigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Formtrenneigenschaften zu verbessern, werden Oberflächenbehandlungen wie Verchromen und Nitrieren durchgeführt. Diese Veredelungsprozesse tragen zu den Gesamtkosten der Form bei.
Schwierigkeit der Bearbeitung: Komplexe Formgeometrien können spezielle Bearbeitungsprozesse oder -geräte erforderlich machen, was die Produktionskosten erheblich erhöht.
Produktionsvolumenfaktoren:
Losgröße: Bei der Produktion großer Stückzahlen können die Kosten für Formenbau und -herstellung auf mehr Einheiten verteilt werden, was zu niedrigeren Stückkosten führt. Umgekehrt führt die Produktion kleiner Stückzahlen zu höheren Stückkosten, da die Kosten nicht vollständig amortisiert werden können. Bei in großen Stückzahlen produzierten Automobilkomponenten sind die Formenkosten im Allgemeinen günstiger.
Lebensdauer der Form: Um den Anforderungen der Massenproduktion gerecht zu werden, müssen die Formen langlebig sein und ihre Leistung über längere Zeiträume aufrechterhalten können. Dies erfordert hochwertige Materialien und fortschrittliche Herstellungsverfahren, was die Kosten in die Höhe treibt.
Andere Faktoren:
Dringlichkeit des Projekts: Beschleunigte Lieferpläne erfordern Produktionsanpassungen, Überstunden und zusätzliches Management, was zu steigenden Arbeits- und Verwaltungskosten und in der Folge zu höheren Formenpreisen führt.